„Anders Wohnen“ – Radikale Flexibilität mit Gestaltungsanspruch!
Es geht um zukunftsfähige Wohnmodelle abseits des Mainstreams. Leistbarer Wohnraum, ressourcenschonend und nachhaltig, beispielsweise durch Nachverdichtung und innovatives Weiterbauen im Bestand, aber dennoch mit hohem Gestaltungsanspruch. Wohncluster, die Lebensräume für neue Wohnformen außerhalb des klassischen Familiensystems bieten, mit Infrastrukturen für gemeinschaftliche Nutzung. Konzepte, an die individuelle Wohnbedürfnisse und Lebenssituationen auch nach Fertigstellung angepasst werden können und die Mischnutzungen von Wohnen und Arbeiten ermöglichen. Vorfabrizierte Module in Primärstrukturen, die ergänzt und ausgetauscht werden können. Alles ist möglich!
Wir spannen mit Michael Obrist, Mario Paintner, Veronika Hofrichter-Ritter und Gernot Ritter einen Bogen von Rom über Venedig, Graz und Wien bis nach Osaka!
Nach den Impulsvorträgen ist eine moderierte Diskussion vorgesehen. Kommt, und diskutiert mit!
Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir zum informellen Austausch bei einem Gläschen Wein und kleinem Buffet.
Mario Paintner ist Gründungsmitglied von feld72 dessen Arbeiten sich seit Anbeginn der Bürogründung 2002 an der Schnittstelle von Architektur, angewandtem Urbanismus und Kunst bewegen. Das 35-köpfige Team rund um die Partner Anne Catherine Fleith, Michael Obrist, Mario Paintner, Richard Scheich und Peter Zoderer hat zahlreiche Projekte diverser Größenordnung im nationalen und internationalen Kontext umgesetzt, die von Masterplänen über Gebäude bis hin zu urbanen Strategien und großflächigen Interventionen im öffentlichen Raum reichen. Ob innerstädtische Nachverdichtung vom Feinsten mit der „Cotton Residence“ oder der Straußengasse14 sowie dem neuen Quartiershaus „Am Stadtbalkon“ im Sonnwendviertel in Wien veranschaulichen sie zukunftsfähiges Bauen im urbanen Kontext.
Ihre Projekte wurden vielfach ausgezeichnet (u.a. mehrere Österreichische Staatspreise als auch die Goldmedaille der Italienischen Architektur) und mehrfach bei diversen Biennalen (Venedig, Shenzhen-Hongkong, Sao Paulo, Rotterdam) als auch in Museen weltweit präsentiert. Sie zeichnen sich durch einen sozial verantwortlichen, innovativen und nachhaltigen Zugang zu Themen der Architektur und des Urbanismus aus. Potentiale von Orten und (sozialen) Räumen aufzuspüren und zu verstärken ist ein Grundelement der Projekte von feld72. Das Feld der Architektur erweiternd, beschäftigt sich das Kollektiv im Rahmen der selbst initiierten Projektreihe „Urbane Strategien“ seit Anbeginn der Bürogründung 2002 in Wien mit Fragestellungen des Gebrauchs und der Wahrnehmung des öffentlichen Raumes. Durch zahlreiche Lehraufträge an Universitäten sind der Zugang und die Methodologie von feld72 in den akademischen Diskurs miteingebunden.
Michael Obrist ist ebenfalls einer der 5 Gründungspartner von feld72 Architekten in Wien und Universitätsprofessor an der Technischen Universität in Wien. Er ist seit 2018 Professor und Leiter der Forschungsabteilung für Wohnbau und Entwerfen an der TU Wien. Gemeinsam mit Sabine Pollak und Lorenzo Romito kuratiert er den Österreichischen Pavillon der Biennale Venedig 2025. Die „Agency for better Living“ ist ein grenzüberschreitendes Projekt zu akuten, globalen Wohnfragen. Einerseits geht es um 'Sozialen Wohnbau', also um leistbares Wohnen mit starkem Wien-Bezug, und andererseits um Wiederverwendung von verlassenen Gebäuden, Bauruinen und Ex-Infrastrukturen anhand von Bespielen in Rom und versteht sich als Synthese von Top-down (Erfolgsmodell des Sozialen Wohnbaus Wiens) und Bottom-up (Selbstorganisationsmodelle der Zivilgesellschaft) anhand derer konkrete Architekturen und die jeweiligen Systeme erforscht werden.
HOFRICHTER-RITTER Architekten wurde von Veronika Hofrichter-Ritter und Gernot Ritter 2003 in Graz gegründet. Mit dem Gewinn des internationalen Wettbewerbes für das Zielstadion Planai in Schladming (2005) setzte das Architekturbüro mehrere Bauten im Tourismussegment um. Die Zukunft des Wohnens sehen Hofrichter-Ritter in einer radikalen Flexibilität, die eine flexible Anpassung an veränderte Wohn- und Nutzungsmodelle ermöglichen soll. Und gleichzeitig Ressourcenschonung, Leistbarkeit und Nachhaltigkeit als zentrale Anliegen. Was als Forschungsprojekt begann, wurde 2021 erstmals in der Grazer Starhemberggasse in Graz von der ÖWG als Wohnkonzept Kiubo realisiert und als Beitrag für die EXPO 2025 in Japan nominiert. In eine Primärstruktur von vier Stockwerke wurden 19 selbstständige Wohneinheiten, die aus 33 vorgefertigten Holzmodulen bestehen, eingesetzt. Hofrichter - Ritter Architekten streben danach aus einer Idee die DNA, das Muster von Inhalt und Form des Raums zu suchen, um dieses individuell zu interpretieren und daraus Architektur zu machen.
„Anders Wohnen“ – Radikale Flexibilität mit Gestaltungsanspruch!
Dienstag, 01. April 2025, 19:00h
bei querkraft, Börseplatz 2, 1010 Wien